Trekking

Bolivien ist als ein Paradies für Wander- und Trekkingtouren bekannt. Neben vielen Treks in den Kordilleren der Anden, bieten sich ebenso abenteuerliche und spannende Touren in bzw. durch den Regenwald an.

Eine Vielzahl der Touren ist so unbekannt, dass die Wege kaum begangen sind und die Natur sehr ursprünglich ist, sodass sie teilweise spannenden Expeditionen gleichen.

Während der alljährlichen Trockenzeit, die von März bis November geht, ist die beste Reisezeit für Trekkingtouren in den Anden. Nachts kann es jedoch sehr kalt werden, obwohl es am Tag in der Sonne angenehm warm ist.
Dennoch ist es kein Muss zu dieser Jahreszeit zu kommen, da die Wege ganzjährig gut begehbar sind.

Bei der Planung und Durchführung von Touren sollten Sie unbedingt an geeignete Wander- bzw. Bergsteigerausrüstung denken. Beispielsweise robuste, winddichte Kleidung, die warm gibt.

Ebenso unerlässlich für Hoch-Touren ist eine Höhenanpassung. Es ist äußerst wichtig diese durchzuführen, da die Höhenkrankheit tödlich enden kann. Bei der Höhenkrankheit handelt es sich nicht um eine Schwäche, es ist wichtig, dass sich der Körper an die veränderten Bedingungen gewöhnen kann. Daher lässt sich sagen, dass der Bergsteiger oder Wanderer langsam schneller an sein Ziel gelangt. Vor der Besteigung sollten Sie sich über die Anzeichen der High Altitute Sickness (HAS) informieren, um diese im Notfall schnell richtig erkennen zu können, so können Sie in Notsituationen richtig handeln und retten vielleicht sogar Ihr oder das Leben Ihres Kameraden. Falls Sie unsicher sind vertrauen Sie sich vorsichtshalber einem erfahrenen Bergführer an.

Bolivien hat verschiedene Landschafts- und Klimazonen und so bietet das Land für jeden Wandergeschmack etwas an. Bewandert werden können sowohl Savannen oder Hochlandsteppen, die dichten Urwälder oder Nebelwälder, Seen, Höhlen, Wasserfälle, Schluchten oder Ruinen verschiedener Kulturen als auch das Hochgebirge. Die Schwierigkeitsgrade reichen von leichten Wanderungen bis zu alpinen Touren, die als schwierig eingestuft werden können. Hier sollten sowohl Vorkenntnisse als auch die passende Ausrüstung vorhanden sein.

Die Touren können nur wenige Stunden dauern, aber auch mehrwöchig sein, je nachdem welche Variante Sie wählen.

Besondere Vorsicht bzw. Aufmerksamkeit sollte bei Touren geboten sein, die über wenige oder gar keine Wegmarkierungen verfügen oder die aufgrund von schlechter bis fehlender Infrastruktur nur schwer zu erreichen sind. Hier sollten Sie sich zuvor genau über die Tour und die örtlichen Gegebenheiten informieren oder am besten an organisierten Touren teilnehmen.

Illimani

Der Illimani ist der immerwährende Wächter von La Paz. Er hat mehrere Haupt- und Nebengipfel, die man erklettern kann.

Die beliebteste Route bei Kletterern ist die Route zum Südgipfel, der mit einer Höhe von 6462 Metern auch der höchste Punkt des Illimani ist.

Den Pico Sur kann man innerhalb von zwei Tagen vom Basislager aus erklimmen. Erst einmal bestiegen, bietet der Pico Sur Ihnen wunderbare Ausblicke über das Altiplano, die Kordilleren, die Yungas und La Paz.

Illampu

Der Illampu gilt als der gefährlichste 6000er Südamerikas. Er befindet sich ebenfalls in der Cordillera Real und sein zentraler Gipfel misst 6368 Meter. Der Illampu gehört zum überwiegend vergletscherten Illampu- oder auch Ankohuma-Massiv. Er gilt nicht nur als der gefährlichste, sondern auch als einer der schwierigsten Berge des Kontinents. Den Kletterer erwarten steile Aufstiege, entlang rutschiger und schmaler Schneegrate, die eher an einen Berg mitten im Gebirge des Himalayas erinnern.

Huayna Potosí

Dieser als der leichteste 6000er Südamerikas eingestufte Berg, ist einer der beliebtesten Eisgi
pfel Boliviens. Er zählt zu den bekanntesten Bergen in der Königskordillere und bietet dem Kletterer ein atemberaubendes Panorama. Der 6088 Meter hohe Gipfel ist innerhalb von zwei Tagen zu erklimmen. Obwohl als leicht eingestuft, sollten Sie die Besteigung nicht unterschätzen und über alpine Erfahrung verfügen, bevor Sie sich an diesen Gipfel wagen

Sajama

Der Vulkan Sajama ist mit stolzen 6542 Metern der höchste Berg Boliviens. Er ist Teil der Westkordilleren und liegt im schönen Nationalpark Sajama. Es handelt sich bei dem Vulkan um einen bereits erloschenen Kegelvulkan, der von allen Seiten bestiegen werden kann. Die Touren gelten als weniger anspruchsvoll, dennoch sollten Sie die dünne Luft beim Aufstieg nicht unterschätzen. Gegen Ende des Aufstieges überqueren Sie Eis- und Schneefelder. Die dortigen eisigen Winde und der beschwerliche Aufstieg werden zwar an Ihren Nerven zehren, doch erst einmal erklommen, entschädigt der weite Blick über das Hochland Ihre Mühen vollkommen.