Bevölkerung

Knapp die Hälfte der in etwa 10,03 Millionen Einwohner Boliviens sind indigene Gruppen, heißt sie sind Nachfahren der bolivianischen Urbevölkerung. Durch diese hohe Zahl ist Bolivien das Land mit den meisten Indígenas Südamerikas.

In Bolivien gibt es mehrere Landessprachen, hierzu zählen Spanisch, Aymara, Quechua und andere indigene Sprachen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand März 2016).

Die Gegenden La Paz, Cochabamba und Santa Cruz sind die am stärksten besiedelten, hingegen ist das östliche Tiefland nur dünn besiedelt, dort leben die wenigsten Menschen.

Es gab große Veränderungen im Land seit der spanischen Eroberung und viele der indigenen Gruppen sind heute leider ausgestorben. Ein Schritt, um die indigenen Gruppen zu schützen, wurde in den Verfassungsänderungen von 1994 und 2009 unternommen, in denen den indigenen Gruppen umfangreiche Rechte zugesprochen wurden.

Der Versuch die indigenen Kulturen verstärkt zu erhalten geht sowohl von den Bevölkerungsgruppen selbst als auch vom Staat aus. Als einer der wichtigsten Meilensteine ist hier die Ernennung des indigenen Präsidenten Evo Morales zu nennen.